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Ein Kirchplatz samt Drachen

Nur wenige Fachwerkhäuser am Kirchplatz in Steinhagen sind noch erhalten. Dafür macht die evangelische Kirche umso mehr Eindruck. Ihre Halle entstand bereits im 14. Jahrhundert. Hinter der schweren Kirchentür verbergen sich ein Flügelaltar von 1450 und ein Taufstein von 1693. Und über dem Eingang prangt auf einem Mosaik ein Drache, der gerade mächtig Ärger mit dem Erzengel Michael hat. Ein Restaurant und zwei Eisdielen machen den Kirchplatz für müde Wanderer allemal zu einem Genießer-Ziel..

Auf den Spuren einer Schnapsidee (Historisches Museum Steinhagen)

Steinhagen ist untrennbar verbunden mit Wacholder und zwar einem mit reichlich Umdrehungen. Im Historischen Museum im Ortskern wird sie erzählt, die Geschichte des „Steinhägers“. Und natürlich auch die von Steinhagen. Eine einzigartige Ausstellung entführt den Besucher in die Blütezeit der Brennereien. Doch es gibt noch mehr zu entdecken. Etwa den Nachbau einer alten Apotheke und eines „Tante Emma Ladens“ aus der guten alten Zeit. Tel. 05204 7755, www.historisches-museum-steinhagen.de.

Hotel & Restaurant Graf Bernhard 1344

Brückhof 1
33803 Steinhagen
Tel. 05204 870193
E-Mail: hotel@grafbernhard1344.de
Internet: www.grafbernhard1344.de

Kaiser Friedrich Hütte/Schwedenschanze

Die Schwedenschanze liegt auf dem Bußberg, hat aber mit den Schweden gar nichts zu tun. Mit diesem Begriff bezeichneten die Menschen vor Jahrhunderten alte Wallanlagen. Ihre heutige Form hat die Schanze um 1673 erhalten. 1912 errichteten die Steinhagener zum Gedenken an Kaiser Friedrich III. eine Gedächtnishütte. Heutige Wanderer dürfen den alten Kaiser getrost ignorieren und finden in der Schutzhütte Zuflucht bei Regen und Wind. Und wer im Sommer an einem Sonntag hier ankommt, wird sogar bewirtet.

Hotel und Restaurant Bergfrieden

Isingdorfer Weg 33
33824 Werther (Westf.)
Tel. 05203 97220
E-Mail: info@bergfrieden-werther.de
Internet: www.bergfrieden-werther.de

Arminiusquelle: Der Rastplatz „Riechen“

Wasser sprudelt hier zwar nicht mehr, dennoch hält die Arminiusquelle für Wanderer doppelten Genuss bereit. Die imposante steinerne Schaufassung der früheren Quelle, ein Werk des Verschönerungsvereins aus dem Jahr 1928, sorgt für malerisches Ambiente. Und jetzt: Tief durchatmen! Der Rastplatz „Riechen“ liegt direkt an der Quelle. Lassen Sie bei einer Pause die Gerüche des Waldes auf sich wirken. Danach gibt es was fürs Auge: Auf dem Weg nach Werther bezaubert die Landschaft der Wertheraner Egge.

Zeitreise in der Knochenmühle

An der Knochenmühle wird es eher handfest. Das Industriedenkmal gehört zu den ältesten erhaltenen Fabrikanlagen der Gegend. Um 1825 begann man hier mit Schieferabbau, stellte Schieferöl und Dachschiefer her. Der markige Name geht auf die spätere chemische Fabrik zurück, in der Knochenleim produziert wurde. Ein Werkstoff, der noch heute beim Bau von Instrumenten wichtig ist. Die Knochenmühle schloss 1978. Zu sehen sind noch die Transmissionsachse, die Waage, die Knochenmehlanlage und der mächtige Kamin.

Storck-Haus: Das Zuckerstück einer Stadt

Werther darf auf manches Baudenkmal stolz sein. Ganz vorn reiht sich das Storck-Haus in die Liste ein. Der Kaufmann Johann Friedrich Bolenius ließ den Fachwerkbau 1760 errichten. Doch das Haus steht heute für die Erfolgsgeschichte eines anderen Unternehmers. 1903 zog August Storck ein und gründete die „August Storck Werthersche Zuckerwaren Fabrik“. Daraus entstand ein Konzern, dessen Umsatz die Milliardengrenze durchbrechen sollte. Seit 1985 ist im Storck-Haus die Volkshochschule Ravensberg zu Hause.

Kunst pur – das Böckstiegel-Haus

Neben Natur und Geschichte stößt der Wanderer in Werther auch auf Kunst. Hier war der Maler und Bildhauer Peter August Böckstiegel (1889-1951) zu Hause, der zu den Aushängeschildern westfälischer Kunst zählt. Sein Geburtshaus ist schon von weitem am auffälligen roten Anstrich zu erkennen. In der Ausstellung sind viele von Böckstiegels Arbeiten zu bewundern. Es lohnt sich also, sich für eine Führung anzumelden. Anfragen unter Tel. 05203 901872 oder 05203 3297.

Tour 2 | Steinhagen – Werther

Dieses Teilstück bietet ein verlockendes Gesamtpaket: Unberührte Natur, vielfältige Geschichte, faszinierende Kunst und bedeutende Industrie. Vom Steinhagener Zentrum wandern Sie – nach einem Abstecher ins Museum – durch den Teutoburger Wald hinauf zur Kaiser Friedrich Hütte. An der Arminiusquelle erreichen Sie den Rastplatz „Riechen“. Nach dem Abstieg erwartet Sie Werther mit einem Füllhorn von Sehenswürdigkeiten. Dabei geht es um Knochenleim, einen berühmten Maler und reichlich Zuckerware.
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